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Kreditkrise macht Banken Hunger auf Risk-Officer

Angesichts der Kreditkrise in den USA suchen die Schweizer Banken verstärkt nach Risk-Officern.

Risk-Officer sind gefragt und werden immer knapper. „Das Angebot schrumpft täglich und nimmt qualitativ ab”, meint Yvan Merk von Oprandi & Partner. Ab gewissen Positionen ist der Markt demnach ein Bewerbermarkt, sagt er. Auch Gerold Guggenbühl von Güggenbühl & Bächer Recruitment verzeichnet diesen Nachfragetrend: „Es sind sehr viele Risk-Officer Positionen offen”.

Gesucht sind vor allem erfahrene Leute, die mindestens drei Jahre Berufserfahrung mitbringen. Vor allem sollte man sich mit strukturierten Produkten auskennen, meint Guggenbühl. Ferner sind ein Hochschulabschluss und idealerweise noch eine Zusatzausbildung von Vorteil. Hier wären AZEK, der CFA oder eine Qualifikation von der GARP (Global Association of Risk Professionals) die bekanntesten. Die Verdienstspannen liegen zwischen 150.000 und 300.000 Schweizer Franken. Darin sind Boni von zwischen 50.000 und 80.000 Franken enthalten.

Generell merke man aber von der Kreditkrise in den USA auf dem Schweizer Arbeitsmarkt noch nicht viel, betont Guggenbühl. Branchenkollege Merk blickt mit etwas Vorsicht nach vorn: „Ich nehme an dass wir in Europa noch ein Jahr Ruhe haben werden“, sagt er.

Ruhig geworden ist es bereits jetzt im Trading mit Kreditderivaten. Hier sind laut Guggenbühl keine weiteren Ausbaupläne mehr vorhanden. Interesse haben die Banken aber an Fachleuten für das Institutional Sales. Gesucht werden auch Portfoliomanager. Während bisher aber Performancemaker von Interesse waren, geht es jetzt vermehrt darum weit gehend vordefinierte Anlagestrategien umzusetzen. Insgesamt machten die Banken trotz vieler offener Stellen nur sehr wenig Zugeständnisse beim Anforderungsprofil. Aber auch viele Angestellte sind nicht mehr so wechselwillig.

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