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Chancen für Juniors im Private Banking


Der Einstieg ins Private Banking ist für Juniors nicht immer leicht: Personalberater vermitteln oft nur Senior-Positionen, doch ein Einstieg kann gelingen.

Die Nachfrage nach Private Bankern ist derzeit sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz hoch. Wichtig für die Branche ist natürlich der Nachwuchs; fast alle Groß- und Privatbanken suchen Personal. Dennoch stellen junge Banker oft fest, dass der Brancheneinstieg nicht ganz einfach ist. Viele Personalberatungen, die Positionen im Private Banking vermitteln, konzentrieren sich ausschließlich auf Senior-Levels.

„Das Recruiting für Junior-Levels machen die Banken hauptsächlich selbst“, erklärt Klaus Biermann, der für die international tätige Personalberatung Smith & Jessen in Zürich und Frankfurt Stellen in den Bereichen Asset Management und Equities besetzt. „Häufig wird der Bedarf an Nachwuchs mit jungen Bankern aus den eigenen Reihen besetzt.“

In Frage kommen dafür auch Banker aus anderen Bereichen. Voraussetzung dafür ist Biermann zufolge ein perfektes und korrektes Auftreten, Internationalität, also insbesondere Mehrsprachigkeit, sowie Überzeugungskraft und Abschlussstärke. Hervorragende Kenntnisse der für das Asset Management relevanten Produkte sowie eine Affinität zu Steuerthemen runden ein Profil ab.

Ein Standard-Kundenportfolio zum Einstieg

Der Einstieg erfolgt dann entweder in einer Assistenzposition oder als Junior Private Banker mit einem kleinen Standard-Kundenportfolio, mit dem für eine Art In-House-Ausbildung der jungen Vermögensverwalter gesorgt wird.

Doch nicht nur junge Banker aus dem eigenen Haus haben Chancen, auch der Nachwuchs aus anderen Banken kann interessant sein, wie Smith & Jessen-Berater Biermann berichtet. Allerdings werden die Personalberatungen fast ausschließlich für die Suche nach Senior-Positionen mandatiert. „Uns fallen bei der Suche aber natürlich auch junge Banker auf, die wir für aussichtsreich halten. Diese begleiten wir auf ihrem Weg und stellen sie der ein oder anderen Bank vor“, so Biermann. „Oft verlassen sich diese dann auf unsere Kompetenz und ziehen eine Anstellung solcher Juniors in Erwägung.“

Die Einstiegsgehälter für Anfänger betragen im Private Banking zwischen 40.000 und 45.000 €. Wechseln Juniors nach drei bis vier Jahren, sind je nach Erfahrungsschatz und Assets zwischen 70.000 und 75.000 € möglich.

Die beschriebenen Szenarien gelten im Übrigen sowohl für den deutschen wie auch den Schweizer Private Banking-Markt. Der größere Markt ist der in der Schweiz, der auch internationaler ausgerichtet ist. Auch hier haben also junge deutsche Banker gute Chancen auf einen Einstieg ins Private Banking.

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