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„Jetzt sind wir Sparkässler dran!“


8 % Gehaltserhöhung erstritt die GDL von der Bahn, 8 % mehr fordert auch ver.di, dies würde auch für viele Sparkassenangestellte gelten.

Die öffentlichen Banken erhöhten zum 1.12. ihre Tarifgehälter um 1,5 %, nachdem die Banker im Vorjahr 3 % mehr Gehalt erhielten. Die genossenschaftlichen Banken zahlten ihren Angestellten nach gescheiterten Gehaltsverhandlungen 2006 2,3 % und seit August 2007 2 % mehr.

Von solcher Bescheidenheit bei Gehaltserhöhungen hält die Gewerkschaft ver.di im Fall der Sparkassen nichts: 8 %, mindestens 200 € mehr - so lautet die Forderung des ver.di-Bundesverbandes. Begründet wird dies mit dem Nachholbedarf gegenüber dem privaten Bankgewerbe und dem „soliden Fundament“, auf dem die Sparkassen nach Gewerkschaftsangaben stehen. „Jetzt sind wir Sparkässler dran“ lautet daher auch das Motto, unter das ver.di die Tarifverhandlungen stellt.

Um die ver.di-Forderungen zu untermauern, gingen in Plauen Anfang Januar rund 1.000 Sparkässler aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf die Straße. „Das war ein machtvolles Signal an die Arbeitgeber“, so ver.di Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen Stefan Wittmann. „Die Beschäftigten sind zu Kämpfen bereit.“

Der kommunale Arbeitgeberverband VKA ist zwar bereit, die Arbeitnehmer der Sparkassen an der verbesserten Wirtschaftsentwicklung teilhaben zu lassen, will aber angesichts der im Sparkassenlager nicht durchgängig positiven Geschäftsentwicklung jedoch keine allzu starken Gehaltssprünge hinnehmen. Künftige Einkommenssteigerungen sollen sich nach Ansicht des VKA durch längere Arbeitszeiten in Westdeutschland (40 Stunden) und erhöhte leistungsabhabhängige Zahlungen weniger negativ auf die wirtschaftliche Stärke der Sparkassen auswirken.

Bei ver.di jedenfalls stellt man sich auf harte Verhandlungen ein: „Bis zu einer Einigung ist es noch ein langer Weg. Denn die Positionen von ver.di und den Arbeitgebern liegen noch weit auseinander. Es zeichnet sich eine hammerharte Tarifrunde ab.“

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