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Banken in Bern kämpfen mit harten Bandagen um die Kundschaft

Mit der traditionsreichen Basler Bank Sarasin hat Ende Juni Bank Nummer 22 in Bern eröffnet, berichtet die Berner Zeitung. Mehr als 4.300 Bankangestellte stehen mit ihren Banken in einem harten Wettbewerb.

Multipliziert mit dem Durchschnittsbankerlohn von knapp 8.600 Franken ergibt das eine Lohnsumme von 37 Mio. Franken, die Monat für Monat ausbezahlt wird. Rund drei Prozent der knapp 149.000 Arbeitsplätze in Bern entfallen auf die Bankbranche.

Weil der Berner Markt aber seit Jahren kaum noch wächst, können die Institute nur durch das Abwerben von Bankern mit großem Kundenstamm wachsen. Besonders in der lukrativen Vermögensverwaltung werden die Ellenbogen ausgefahren. So ist es nach Recherchen der Zeitung mittlerweile gängige Praxis, der Konkurrenz ausgerechnet jene Mitarbeiter abzuwerben, von denen man sich den grössten Vermögenstransfer zum neuen Arbeitgeber verspricht.

In den vergangenen Monaten bedienten sich die Banken mit Vorliebe bei der krisengeschüttelten Grossbank UBS. Die Banca Popolare di Sondrio, die ebenfalls erst im Laufe des Jahres eine Filiale in Bern aufgemacht haben, und Sarasin werden von langgedienten UBS-Bankern geleitet. Im Herbst 2008 war sogar ein ganzes UBS-Team zur Berner Filiale der liechtensteinischen Fürstenbank LGT gewechselt.

Betrachtet man die Entwicklung der Berner Banken in einem historischen Kontext, so fällt auf, dass sich von den traditionellen Banken vor allem die kleinen Institute wie die Burgerliche Ersparniskasse (gegründet 1820), die Bank EEK (1821) oder die DC Bank (1825) behaupten konnten.

Die Anfang des 20. Jahrhunderts dominierenden Häuser Eidgenössische Bank (gegründet 1863), die Berner Handelsbank (1863) und die Schweizerische Volksbank (1869) wurden dagegen längst von der UBS-Vorläuferbank SGB und Credit Suisse geschluckt.

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