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KONSOLIDIERUNG: Fürstenbank LTG schluckt Dresdner Bank Schweiz

Die Konsolidierung im Private Banking geht in die nächste Runde. Die LGT Group des Liechtensteiner Fürstenhauses übernimmt den Schweizer Ableger der Dresdner Bank. Mit diesem Kauf zu einem ungenannten Preis verdoppelt die LGT auf einen Schlag ihre Präsenz in der Schweiz.

Die Anfang des Jahres von der Commerzbank übernommene Dresdner Bank verfügt über Standorte in Zürich, Genf und Lugano, während die LGT in Basel, Bern, Luzern, Zürich, Genf, Lausanne und Lugano präsent ist sowie Repräsentanzen in Chur und Davos unterhält.

Die Dresdner Bank in der Schweiz gehört zwar nicht zu den Bereichen, von denen sich die Commerzbank nach den Auflagen der EU trennen muss. Da jedoch die deutsche Regierung mit rund einem Viertel an der Bank beteiligt ist, und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück seit Monaten wegen des Bankgeheimnisses Front gegen die Schweiz macht, kommt der Verkauf der Auslandstochter nicht wirklich überraschend.

Durch die Übernahme der Dresdner Bank Schweiz soll die LTG-Mitarbeiterzahl auf 2.000 steigen. Ende 2008 beschäftigte das Institut in 29 Ländern in Europa, Asien und dem Nahen Osten 1.870 Angestellte.

Gegenwärtig sucht LTG in Liechtenstein einen Informatiker und einen Buchhalter sowie einen Mitarbeiter für die Personalabteilung in Basel und ein Assistenten für das Private Equity in Pfäffikon.

Es ist davon auszugehen, dass schon bald weitere Privatbanken in der Schweiz den Eigentümer wechseln. Credit-Suisse-Chef Brady Dougan hatte bereits bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen angekündigt, dass es gegenwärtig einige "interessante Gelegenheiten" gebe.

Und auch der ehemalige Julius-Bär-Private-Banking-Star Beat Wittmann sagt der Branche vor kurzem eine weitergehende Konsolidierung voraus.

Die Investmentbank Morgan Stanley vermutet, dass neben der Dresdner Bank auch noch die Schweizer Vermögensverwalter von RBS Coutts, Lloyds TSB, ABN Amro, Merrill Lynch und ING Bank übernommen werden. Dabei handelt es sich allesamt um Auslandstöchter von Instituten, die im Zuge der Finanzkrise in eine Schieflage geraten und nur dank Staatshilfen überleben konnten.

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