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Stellenabbau bei Schweizer Versicherungen verschärft sich

Zwei führende Versicherer erhöhen den Druck auf die Belegschaft und kündigen an, Stellen abzubauen. Und die Finanzaufsicht will exzessive Gehälter verhindern.

Die Allianz Suisse will bis Ende nächsten Jahres 26 der 66 Generalagenturen schließen. Die Tochtergesellschaft des Münchener Finanzriesen will aber weiter an 130 Standorten Flagge zeigen, sagte Distributionsleiter Roland Rykart dem Fachblatt Schweizer Versicherung.

Durch die Konzentration sollen 250 Stellen wegfallen, und zwar nicht durch betriebsbedingte Kündigungen, sondern durch "natürliche Fluktuation", zitiert das Portal finews.ch einen Allianz-Sprecher. In Einzelfällen könne es dann aber doch zu Entlassungen kommen.

Die gesamte Versicherungsbranche steht derzeit - nicht zuletzt wegen der Finanzkrise - noch stärker als früher unter Druck, die Kosten zu senken. Bereits vor einem wenigen Wochen hatte der Chef von Swiss Life Schweiz, Ivo Furrer, weitere Entlassungen in den Stabsbereichen, der Verwaltung und der Informationstechnik angekündigt. Gleichzeitig solle aber auch "an der Front" investiert werden.

Neben den Generalagenturen soll der vor einem Jahr übernommene Strukturvertrieb AWD zum zweitwichtigsten Vertriebskanal für Einzelversicherungen ausgebaut werden.

Derweil hat die Regulierungsbehörde Finma angekündigt, überhöhte Gehaltsanreize zu unterbinden. Sollte die Entlöhnungsautonomie in Exzesse umschlagen, werde seine Behörde einschreiten, sagte Finma-Direktor Patrick Raaflaub der Schweizer Versicherung.

Zur Not werde die Behörde die im Obligationenrecht verankerte Vertragsfreiheit einschränken. Instrumente, die bisher nur bei Banken angewendet wurden, könnten künftig auch bei den Versicherungen eingesetzt werden, so Raaflaub.

Was meinen Sie? Wie steht es wirklich um die eidgenössische Assekuranz? Und was halten Sie von der Drohung der Finma, Gehaltsexzesse zu unterbinden?

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