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Privatbanken profitieren von Mittelabflüssen bei UBS

Lombard Odier und Pictet haben ihre Vermögen in diesem Jahr markant gesteigert. Der Neugeldzufluss liegt klar über demjenigen der Grossbanken berichtet finews.ch.

Bei der Genfer Privatbank Pictet belaufen sich die verwalteten Kundengelder (Assets under Management) nach neun Monaten des laufenden Jahres auf 230,9 Mrd Franken, wie Managing Partner Jacques de Saussure der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte. Eine Steigerung im Vergleich zum Jahresanfang von elf Prozent.

"Eine solche Zunahme an Neukunden, wie in den vergangenen neun Monaten, haben wir in dieser Grössenordnung noch nie erlebt", so de Saussure weiter. Die Kunden kämen von überall her. Das Ziel sei es nun, diese Kundengelder über die Krise hinaus zu halten.

Auch die andere grosse Genfer Privatbank scheint trotz Wirtschaftskrise von der Krise der Konkurrenz zu profitieren. Zwar gibt Lombard Odier traditionell kaum Zahlen bekannt, doch machte unlängst der Managing Partner Pasha Bakhtiar gewisse Andeutungen gegenüber dem Online-Portal Emirates Business.

Demnah wolle das Institut seine Kundengelder pro Jahr zwischen fünf und zehn Prozent steigern. Dies habe man bereits 2008 geschafft, und sei für das laufende Jahr auf einem guten Weg. Bakhtiar, Leiter der Lombard-Odier-Niederlassung in Dubai, sagte, die Bank verwalte derzeit umgerechnet rund 166 Mrd. Franken.

Diese Zahlen sind aussergewöhnlich hoch, verglichen etwa mit dem Neugeldzufluss bei der Credit Suisse. Mit einem Plus von 10 Mrd. Franken im Private Banking im ersten Halbjahr 2009 ist die Grossbank zwar ebenfalls gut dabei, liegt aber deutlich hinter Pictet. Die UBS beklagt sogar einen anhaltenden Mittelabfluss.

Wie finews.ch weiter berichtet soll auch die St. Galler Privatbank Wegelin im laufenden Jahr hohe Zuflüsse von mehr als zehn Prozent verzeichnet haben.

Im Gegensatz zu den beiden Genfer Privatbanken, die einen grossen Teil ihrer Kunden im Ausland haben, stammt rund zwei Drittel der Klientel von Wegelin aus der Schweiz, wo derzeit rund 25 Mrd. Franken.

Von den Mittelzuflüssen profitieren Jobsucher aber nur bedingt. Während Pictet derzeit 14 Stellen ausgeschrieben hat, sind es bei Wegelin acht. Lombard Odier dagegen sucht derzeit zumindest nicht über die eigene Webseite nach Mitarbeitern.

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