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Mit der UBS reformiert auch die zweite Grossbank ihre Gehaltsstruktur

Nach der Credit Suisse passt nun auch die zweite Schweizer Grossbank ihre Gehälter an: Die fixen Löhne bei der UBS sollen steigen, die Boni sinken.

Nach der Credit Suisse will nun auch die UBS ihre Salärpraxis anpassen. Einem internen Memo zufolge soll ein grösserer Gehaltsanteil als Fixlohn statt als Bonus ausbezahlt werden.

Damit soll die Gehaltspolitik den kürzlich verabschiedeten Richtlinien der G-20-Länder angepasst werden. Das neue System solle allerdings erst eingeführt werden, wenn die wichtigsten Geschäftsbereiche wieder schwarze Zahlen schreiben.

Nachdem die UBS im Zuge der Finanzkrise Staatshilfe in Anspruch nehmen musste, überarbeitete sie im vergangenen Jahr ihre Vergütungs-Richtlinien. Nun soll ein weiterer Schritt getan werden.

"Bei den UBS war das Verhältnis von der variablen zur festen Vergütung in gewissen Fällen besonders hoch", heißt es in einem Memo an die UBS-Mitarbeiter gegangen war. "In Zukunft sollte der Fixlohn bei der UBS hoch genug sein, dass der variable Anteil von Jahr zu Jahr angepasst werden kann und gleichzeitig sichergestellt ist, dass die Gesamtvergütung dem Marktstandard entspricht."

Die Boni sollen sich an der Rentabilität der jeweiligen Sparte nach Abzug der Kapitalkosten bemessen. Dazu kommen weitere Indikatoren wie die Ertrags-Qualität oder die Marktposition der Division.

Internationale Geschäftsbanken sind in der jüngeren Vergangenheit wegen der Bonuszahlungen immer wieder unter Beschuss geraten. Kritiker warfen ihnen vor, ihre Mitarbeiter mit hohen Bonusversprechen zu riskanten Geschäften verleitet zu haben.

Credit Suisse, die die Krise aus eigener Kraft überstand, hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie den Bonus-Anteil an den Gehältern ihrer gut 7.000 Topmanager vom nächsten Jahr an reduziert.

Ob die Gehaltspläne mithelfen, den ramponierten der Grossbanken aufzupolieren, bleibt abzuwarten. Die meisten Schweizer glauben einer Studie von Young & Rubicom zufolge jedenfalls, dass die Banken nichts aus der Krise gelernt haben. Eine Mehrheit der Befragten hält Credit Suisse und UBS sogar für eine Gefahr für die Schweizer Volkswirtschaft.

Derweil wurde bekannt, dass die Schweizer Finanzaufsicht Finma einen neuen Leiter für den Geschäftsbereich Banken berufen hat, nämlich niemand Geringeren als den früheren UBS-Wealth-Management-Chef Mark Branson (40). Jener Banker also, dessen Hand-Schwur vorm US-Kongress vor einem Jahr um die Welt ging.

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